emotionale freiheit com
 

Weihnachtsgeschichte

Weihnachtsgeschichte

Nun ist die Zeit der Wintersonnenwende hier - die Nacht der Heiligkeit, Weihnacht wird's auch genannt.

Da ist viel Stress und Familientrubel, und so ist es doch ganz schoen, sich fuer einen Moment davon wegzudrehen, und den Sinn auf etwas Anderes zu richten, die heilige Energie der Sonnenwende und der stillen, heiligen Winternacht in sich hereinzulassen.

Frohe Weihnachten an alle, und hier ist meine Weihnachtsgeschichte ...

 

Weihnachtsgeschichte

von Silvia Hartmann


weihnachtsgeschichte

Da war der Schnee, und der Schnee fiel vom Himmel, langsam, bedÀchtig, mÀchtig und leise, Millionen kleiner Götter der Kristalle, der Struktur, der unendlichen Vielfalt, und doch ein jedes kam, um das Kind zu segnen.

Da war die Nacht, und sie war still, und sie war heilig, denn alle NĂ€chte sind heilig, selbst die lauten, tanzenden NĂ€chte, wenn die Sterne herumwirbeln und das Nordlicht seine grosse Show fĂŒr alle und fĂŒr keinen anderen abhĂ€lt, und der Wind die BĂ€ume rauschen lĂ€ĂŸt, und die erzĂ€hlen die Geschichten von der Nacht, von allen NĂ€chten, wissen viel, erahnen mehr.

Da war der See, und der See war tief gefroren, spiegel blank und spiegel still, langsames Wasser, schlafendes Wasser, das vielleicht vom FrĂŒhling trĂ€umt, und vielleicht auch nicht, es ruht und denkt und sammelt Weisheit, von einander, von der Zeit ...

Da war ein Gedanke, da war ein ganz bestimmter Wind, ein Wind, der nur in dieser Zeit, an diesem Ort, den Eintritt hĂ€lt, er kommt ganz leise, kommt ganz leicht, er haucht die Nebel, es erstehen dann Gebilde und Skulpturen, die lebendig tanzen, fließen, alles nun berĂŒhren, alles nun erreichen, es zusammenbringen, etwas Neues hier erstehen lassen, hört nun zu, die Zauberzeit, sie kommt, sie ist fast hier ...

Da war das Kind, es trat in Licht und weissem Glanz in diese Nacht herein, und der Schnee kĂŒĂŸte sein Gesicht, kĂŒĂŸte sein Haar, legte sich zunieder als Teppich fĂŒr die kleinen FĂŒĂŸe, als ein Weg, der ĂŒberall und in alle Richtungen geht, da, wo du gehst, ersteht der Weg.

Die Nacht begann zu singen, leise, voller Bewunderung; die Sterne wachten auf, wurden aufmerksam, richteten ihr Licht und ihre Segen auf das Kind, und der See wurde zum Spiegel fĂŒr alles, als der Wind die Zukunft hauchte, und das Kind fing an, zu lĂ€cheln - sein Willkommen war die Heiligkeit, und die Heiligkeit kam in das Land mit seinem Licht, fĂŒllte die Welt mit Hoffnung, mit einer anderen Schönheit, mit dem Neuen, dem Unerwarteten, mit einem Lichterstern.

Und da war ich, und da warst du, und immer wieder, immer neu, da ist der Schnee fĂŒr uns, da ist die Nacht, da ist der See, da ist der Wind, und immer neu, da ist das Kind.

 

Silvia Hartmann

Dezember 2009

* English Version Solstice Story here

Posted Dec 21, 2009