emotionale freiheit com
 

Das Sylvia Plath Modell - Der Fluss

Das Sylvia Plath Modell - Der Fluss Möchtest du Gedichte wie Sylvia Plath schreiben? Ein berühmter Dichter werden? Oder mehr über Metapher in der Poesie lernen, wie du sie elegant fließen lassen kannst? Vielleicht können wir dich an einem kreativen Prozess interessieren, der deine Intelligenz verstärken kann und der sich gut anfühlt?

Vielleicht ist mehr Heilkraft, oder mehr Liebe etwas, dass du in deinem Leben gut gebrauchen könntest?

Hier ist eine wundervolle, einfache Übung, modelliert auf Dichterin Sylvia Plath.

 

Der Fluss – Das Sylvia Plath Modell

Für Energie & Information

by Silvia Hartmann

Sylvia Plath war eine Dichterin und ihre Gedichte waren ihre Arbeit und ihr Leben.

Sie hat sich jeden Tag, sobald das Frühstück vorbei war und egal wo sie in der Welt war oder was um sie herum so zuging, ihr Notizbuch herausgenommen und begonnen, einfach zu schreiben.

Sie tat das nicht, um neue wundersame Gedichte zu erstellen, sondern ganz besonders, damit ihre „Kanäle der kreativen Ströme“ offenblieben, um „in den Fluss zu kommen“.

Denn, wenn während des Tages eine gute Idee oder eine Erkenntnis kam, waren die Kanäle offen und ein grossartiges Gedicht konnte dann einfach hinausgleiten, erstehen, und zu Wirklichkeit werden.

Die Übung im Fluss war also NUR eine Übung im Fluss, und das war alles.

So setzte sie sich hin, und fing einfach an, zu schreiben – und weil es „nur“ eine Übung war, konnte sie über alles und jedes schreiben – alles und jedes war nur das Portal, das den Eingang zum Fluss für sie öffnen würde.

So schrieb Sylvia Plath dann über ihre Kaffeetasse. über einen Schatten an der Wand.

Sie schrieb über ein Salatblatt auf dem Teller, über einen alten Pilz, einen Stein, ein buntes Blatt, das sie auf einem Spaziergang gefunden und zurück auf ihr Zimmer gebracht hatte.

Sie schrieb über das Tischtuch, über ihre Hände, über eine kleine Lichtpfütze auf dem Teppich oder über ihre Gefühle, darüber, nichts Neues zu sagen zu haben - und all das war ihre morgentlichen Übung, sich einfach gehen zu lassen, die Schleusen zu öffnen, und den Fluss zu erleben, den Fluss durch sich hindurch strömen zu lassen.

  • Um das richtig zu machen, muss man lernen, sich auf den Fluss allein zu konzentrieren, und den Fluss selbst als das Wichtigste zu verstehen.

Da dürfen keine Erwartungen davorgestellt werden, keine Hoffnungen auf einen Poesiepreis; da guckt man sich nicht dauernd selbst über die Schulter, mit einem Auge auf die Kritiker – man fängt einfach an zu schreiben, und lässt die Ideen, die Bilder und die Worte einfach fliessen wie klares Wasser.

Ich habe über diese Übung in Sylvia Plath's Biografie gelesen und ich habe es sofort verstanden, und auch sofort umgesetzt.

Ich habe den Computer angeschaltet, habe ein ein leeres Dokument aufgerufen und dann habe ich einfach angefangen, zu schreiben.

Oftmals fange ich mit Worten an, die fragen, oder die erklären, dass ich garnicht weiss, worüber ich denn schreiben „soll“.

„Ich habe keine Worte mehr ...“ - "Worüber soll ich heute schreiben?" - „Ach gibt mir doch nun etwas, das mir ein wenig Freude macht ...“ und dann setzt es sich ganz von selbst fort … da fängt es dann an, zu fliessen ...

"Meine Gedanken sind so leer,
dieser Morgen ist so still,
alles scheint voll Nebel,
undurchsichtbar.

Winde müssen kommen,
Winde müssen wehen,
und dann konnen wir
weite Seen sehen,
weisse Segel,
weisse Schiffe,
auf dem Weg
zu neuen Welten ...“

Wenn man nicht am „Meine Gedanken sind so leer ...“ aufhört und einfach weiterschreibt, weitermacht, nach dem Fluss sucht, denn der Fluss ist da, er ist IMMER da, wir müssen ihn nur finden! - dann passiert etwas Wundervolles - „Winde müssen wehen ...“

Der Fluss ist da, die Bilder kommen, die Gefühle, und mit ihen kommen die Metaphern, die Worte …

Es ist so einfach, und so schön.

Und es ist wirklich nur eine Sache der Übung. Das hat mit Talent überhaupt nichts zu tun, und die Worte kommen ganz von alleine, und sie sind schön, und sie sind ehrlich, und dadurch wertvoll.

Je mehr man es übt, in den Fluss zu treten, desto schöner und tiefer wird der Fluss, desto mehr wird er seine Macht und Weisheit mit dir teilen, an dich weiterleiten, durch dich strömen lassen.

Aber Gedichte schreiben ist ja nur der Anfang.

Diese einfache Übung hat so viele wunderschöne Anwendungen.

Welche Kanäle möchtest du öffnen?

Möchtest du wie Sylvia Plath Gedichte schreiben, die dich selbst und andere im Herzen berührt?

Möchtest du vielleicht anstelle Kanäle der Kreativität zu öffnen, Kanäle der Heilungsenergie so richtig zum freien, feinen Fliessen anregen?

Liebeskanäle?

Das ist eine interessante Idee, nicht wahr?

Du kannst dein Frühstück haben und unmittelbar danach, als Teil einer Routinehandling, wie Zähneputzen, etwas in deiner Umgebung finden, das du einfach für ein paar Momente liebst - ein Spielzeug oder eine Kaffeetasse, einen Schatten, ein Vorhang, ein Topfplanze, eine Tischplatte - und wie bei der ursprünglichen Verwendung des Beispiels, nicht über das Objekt oder das Ergebnis oder das Produkt zu denken, sondern einfach, um die Kanäle für den Fluss zu öffnen.

Diese Kanäle sind ja auch keine Einbahnstraßen; Liebe, Energie, Ideen in sich selbst hineinfliessen zu lassen ist auch eine gute Übung, um alles flüssiger werden zu lassen, um mehr ENERGIE in das System zu bringen.

Und wie bei Sylvia Plaths Übung, handelt es sich nicht über ein Gedicht, dass später verkauft werden soll, es geht nicht darum, dich zu heilen, sondern nur die Kanäle zu öffnen und den Strom der Energien zu üben, denn wenn es fließt, dann fließt es und du bekommst so ganz nebenbei auf ganz natürlichem Weg alle anderen Vorteile kostenlos mitgeliefert.

Die Sylvia Plath Übung ist ein wirklich hervorragendes Beispiel, dass auf alles und jedes angewendet werden kann, und was sie so hervorragend macht, ist der Wille, den Fluss zu erfahren, den Strom selbst und das Produkt am Ende – nun, das kommt nun viel später.

Das Produkt – ein tolles Gedicht, das alle bejubeln; kranke Menschen toll heilen zu können; von allen Anderen geliebt zu werden – hat im Grunde genommen garnichts mit der Erfahrung des Stromes, des Flusses zu tun.

Der Fluss ist die Erfahrung, die Erreicherung, das wirklich Schöne, die Belohnung und Gottesgabe an den, der in den Fluss eintritt und diese Energien am eigenen Leibe erlebt.

Der Fluss ist bedingunglos, und vorbehaltslos – und darum ist es ja auch egal, ob wir ein Gedicht über ein Salatblatt schreiben, oder über die grössten Engel.

Es ist egal, ob wir unser Lieben und unser Heilen an einem niedlichen Waisenkind oder an einer Hauspflanze üben – das richtige Können ist der Fluss, und das wir diese Energien durch uns durchströmen lassen, und damit die Welt segnen, in unser hocheignen, sehr persönlichen Art.

Und so zeigt uns Sylvia Plath's Übung eine tiefe Wahrheit und eine einfache Weise, wie wir einfachen Menschen etwas tun können, das zuvor nur für berühmte Dichter und Propheten erreichbar schien – aber das in Wirklichkeit, für jeden zur Verfügung steht, der sich nach dem Fluss sehnt.

 

Der Fluss – Das Sylvia Plath Modell Für Energie & Information © Silvia Hartmann 2003

Translated by Kerstin Warkentin & Silvia Hartmann 2009

Die Zauberwelt Lesen

Posted Apr 9, 2009