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Silvia's Seele

Silvia's Seele So ging es mir, wie vielen anderen auch ...

Ich suchte was, und wußte doch nicht, was das war.

Habe ich es gefunden? Und kann es meine Seele sein ...?


Vor einigen Jahren stellte ich plötzlich fest, daß ich wie unter Zwang mehr und mehr Lampen, genauer gesagt Tischlampen, einkaufte.

Diese Lampen hatten immer dieselbe runde Form – eine weiße Glass- oder Kristallkugel mit einem Licht darin. Ich hatte schon ein halbes Dutzend, sie standen überall herum und es kam mir nie ungewöhnlich vor, bis ich eines Tages in der Weihnachtszeit durch ein sehr feines Kaufhaus bummelte, das vollgestopft war mir Schmuck, Gebrauchsgegenständen jeder Art, Kleidern, Stereoanlagen, Büchern, Geschenken, Spielsachen – eben mit allem, was die Bewohner der industrialisierten Welt vielleicht brauchen könnten, um ihr hart verdientes Geld auszugeben und damit ihr Schicksal zumindest für einen kurzen Augenblick irgendwie annehmbarer zu machen.

Der einzige Gegenstand, der in den vielen Stunden, die ich dort mit meinen Kindern verbrachte, wirklich mein Interesse aufflackern ließ, war – ja, Sie haben richtig geraten – eine Kristallkugel, in deren Innerem sich eine Lampe befand.

In diesem Moment erkannte ich, daß etwas nicht stimmte.

Was versuchte ich eigentlich, hier wirklich zu kaufen?

Ich hatte bereits mehr als genug von diesen Lampen, um zu wissen, daß auch noch mehr Lampen dieses seltsame Bedürfnis nicht erfüllen konnten – ja, was genau war es eigentlich, was diese Lampen erfüllen sollten?

Ich dachte während der gesamten Weihnachtsfeiertage darüber nach, aber erst in dem Moment, als die tief stehende Wintersonne gerade über die Dächer der Häuser auf der anderen Seite meines Gartens schien und ich sah, wie ihre Strahlen in mein Arbeitszimmer fielen und den ganzen Raum mit Licht erfüllten, in diesem Moment verstand ich, dass ich keine Lampe kaufen wollte, sondern dass die Lampe ein Symbol für etwas anderes war: die Lampe war Symbol, eine materielle Metapher für eine Energiequelle, die wie die Sonne erscheint.

Ich suchte und sehnte mich nach einer Energieform, von der es in meinem Leben zu wenig gab – und die nicht durch noch so viele Tischlampen zu ersetzen war. Damals half ich mir selbst dadurch, daß ich mir einfach immer dann einen Sonnenaufgang vorstellte, wenn ich wieder Gefahr lief, eine weitere Lampe zu kaufen; damit ließ dieses Sehnen nach.

Und dann kam der schöne Tag - ich weiß nicht wie, ich weiß nicht warum - wo die "Erleuchtung" kam.

Die Energieform, die ich suchte, die Energieform, die wie die strahlende Sonne ist, der Sonnenaufgang, das ist ...

... meine eigene Seele.

Meine unsterbliche Seele.

Es ist so schön, es ist so toll, es ist so einfach.

Wirklich einfach.

Der Sonnenaufgang ist meine Metapher für den Seelenaufgang, wenn deine eigene Seele aufwacht, sich anmeldet, dir sagt und singt und zeigt, daß sie wirklich da ist.

Nun ist die Nacht vorbei.

Aus der Dunkelheit tritt man ins Licht.

Das Licht, das erwärmt; das Licht, das begeistert; das Licht, das heilt; das Licht, das uns in jedem Sinne und auf jedem Wege rettet, umarmt, liebt und dann erhebt.

Oh mein Gott!

Es ist schon eine tolle Sache, eine Seele zu haben.

Eine richtige Seele.

Die bracht keiner zu retten, und die kann mir auch keiner wegnehmen.

Eine Seele ist ein tolles Ding, und es ist schon wahr, daß ich noch nicht genau weiß, was man mit diesem erstaunlichen Geschenk der Schöpfung so richtig anstellen soll.

Eins tue ich oft - und das ist, mich zu fragen, wenn es um Entscheidungen geht, was meine Seele wohl am liebsten möchte?

So habe ich herausgefunden, daß meine Seele Farben liebt, und Freude; Energie und alles aus der Natur; das sie gern tanzt, und gerne glücklich ist, und das sie liebt, und lieben will.

Meine Seele fühlt sich oft sehr jung an. Es mag sein, daß ich halt eine junge Seele habe, oder vielleicht sind alle Seelen jung, oder vielleicht glaube ich das nur, weil die Seele so freundlich ist, voller Wahrheit und Freude am Leben, so voller Liebe und so absolut an alles angezogen ist, das Freude macht.

Die Sache mit der Seele ist für mich noch neu, ganz unbekannt, ganz unerahnt und unerforscht.

Aber das ist auch schön, und gut, und es macht mich wirklich glücklich.

Und wenn du deine Seele noch suchst, und sie noch nicht gefunden hast, sei nicht neidisch.

Suche weiter!

Such nicht nach aussen, sondern suche nach innen - da ist, wo DEINE Seele wohnt.

Lass dich nicht auf deinem Wege von anderen Leuten ableiten, die eine schöne, feingeputzte, leuchtende Seele haben, die all die anderen anzieht, die nach ihren eigenen Seele suchen -

"Männer umschwirrn mich wie Motten das Licht, und wenn sie verbrennen, ja dafür kann ich nicht ..."

Tritt ins Sanktorium ein, und suche deine eigene Seele dort. Da wirst du dann schon auf den richtigen Weg geleitet werden, denn unsere Seelen warten auf uns, warten darauf, das wir zu ihnen hinfinden, oder zurückfinden, und wir wieder zusammen ein richtiger Mensch sein können.

Viele Dinge sind viel leichter und schöner mit Seele.

Ohne Seele, das Lieben ist schwer und es tut oft so weh.

Das Sterben ohne Seele ist einfach schrecklich, und das sollte wirklich keinem passieren müssen.

Krank sein, oder Schmerzen zu erleben ohne Seele ist mehr als hundertmal so schwer.

Und ein richtig, schönes, erstaunliches Leben ohne Seele zu führen - ja, das geht ja halt nicht, das ist wirklich strukturell unmöglich.

Also los!

Seelensuchen gehen!

Sofort, heute noch, es ist wirklich wert, die Zeit zu nehmen, denn auch die Zeit wohnt in der Seele, und die Seele ist das Zauberherz.

Und alles das ist wirklich wahr.

Erstaunlich.

Aber wirklich schön!


Silvia Hartmann
April 2008-August 2009

 


***** Nun macht die Heilende Sonne auf einmal so viel mehr Sinn ... !

 

Ein Bild Der Seele

 

Posted Aug 6, 2009