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Im Zukunftsreich
Komm, nun sei doch nicht so traurig.
Nun komm, die Welt, die ist doch schön.
Nun wein` doch nicht, du bist doch nicht allein.
Da, schau mal, die Gardinen wehen.
Der Wind ist gekommen, um dir Guten Tag zu sagen; er streichelt deine Haut, dein Haar, und es macht ihm gar nichts aus, ob du nun schön gekämmt bist oder nicht, und es ist ihm ganz egal, ob deine Haare blond sind, oder braun, grau oder weiss - er lädt dich ein, die Augen zu erheben.
Hier ist der Himmel hoch und immer sprachlos in der Weite, in der wahren Schönheit, egal ob er im blauen Sonnenglanz erscheint, im grau von Regenwolken oder in dem feinsten Festgewand aus schwarzen Samt mit Diamanten.
Nimm deinen schweren Herzenskummer nun mit beiden Händen und heb ihn hoch und höher - und dann wirf ihn hinter dich.
Das ist ganz wichtig und gesund denn nur die Zukunft kann und wird uns heilen wir müssen brav und tapfer in die Zukunft gehen wir müssen in die Zukunft sehen, das Alte, die Vergangenheit, gehört an ihren rechten Platz; egal was war, es ist vorbei, und nur was kommt und nur das Neue hat den Zauber, hat die Macht und Gott sieht zu, was wir so machen mit der größten Gabe, mit dem Leben, und er erwartet uns im Zukunftsreich.
Die Zukunft ist die folgende Sekunde, so eine nach der anderen und Zeit, sie strömt herein und sie ist immer frisch und neu - und jeder Augenblick ist ein Geschenk das du in deinen eignen Händen hältst.
Nun mach es auf, was findest du darin?
Was ist das, was du dir nun selbst geschenkt hast?
Was hast du dir für dich selbst gesucht, gekauft und eingepackt, mit der kleinen Karte in der eignen Handschrift beigelegt - von mir zu mir, mit aller Liebe?
Der Tag ist lang, der Tag ist kurz, und man darf dann schon nicht vergessen, dass auch dann Morgen wieder ein Geburtstag ist, und es wird Zeit, nun loszugehen, um für dich etwas auszusuchen, und es dir einzupacken, damit du Morgen, wenn du aufwachst, etwas Neues auszuwickeln hast.
Und so kann man vielleicht verstehen, das der Tag und auch das Jahr kein Kreis des Lebens ist - es sind doch goldene Spiralen, immer anders, immer neu nicht ein Tag ist jemals wie ein anderer wenn sich das Universum so enfaltet, alle Sterne, die Planeten, alles Licht in ständiger Bewegung.
So müssen wir auch einfach wieder lernen, so zu denken - ständige Bewegeung, alles immer neu, sie fließt die elegante Reise, eine Karavane die nie endet, vorwärts, immer vorwärts zieht sie nun von einer Stadt zur anderen, von Land zu Land, der Schlag des Herzens im Einklang mit dem Meeresrauschen und dem Mond, den Sternenliedern, alle reisen, alles singt -
und du, du kannst es hören, kannst es fühlen, kannst es wissen und du, du kannst dann sagen, Ja, ich weiß es, und ich will mein Teil im Universum tun und einfach mitgehen, vorwärts, immer vorwärts, denn mein Glück erwarted mich im Zukunftsreich.
Silvia Hartmann, 2003
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